„Padel bringt mehr Bewegung in unseren Tennisclub“: LEADER fördert neuen Trendsport in Georgsmarienhütte
Marita Mennemann ist seit 50 Jahren Mitglied des Tennis Club Oesede e.V. und seit mehr als einem Jahrzehnt die erste Vorsitzende des Clubs. Dank LEADER-Förderung kann der Club nun auf den Trend des Padel-Sports aufspringen. Es werden zwei Padel-Plätze gebaut, die nicht nur den über 100 tennisbegeisterten Kindern, die im Verein aktiv sind, sondern auch allen Interessierten Abwechslung und Freude an Bewegung bieten sollen.
Frau Mennemann, wie kam es dazu, dass der Tennis Club Oesede die neue Padel-Sportanlage aufbaut?
Nach zwei starken Stürmen in den vergangenen Jahren war das Gelände neben den vier Außenplätzen auf unserem Vereinsgelände stark geschädigt und verwüstet. Das Gelände war von den Bäumen entwurzelt und in den Jahren danach mit Dornen verwildert.
Es war nicht mehr begehbar. Die Wiederherstellung dieses Geländes wäre aufwendig und kostenintensiv gewesen. Deshalb haben wir nach einer neuen Lösung gesucht. Als wir bemerkten, dass der Padelsport immer beliebter wurde, entschieden wir uns dafür, zwei Padel-Plätze zu errichten.
Für viele Menschen ist Padel noch neu. Können Sie kurz erklären, wie die Sportart funktioniert?
Gerne. Padel wird auf einem Platz gespielt, der halb so groß ist wie ein richtiger Tennisplatz. Der Platz ist von Rück- und Seitenwänden umgeben. Die Spieler können daher den Ball auch über die Wände ins Spiel zurückbringen. Die Schläger sind kleiner als normale Tennisschläger und das Spieltempo ist insgesamt sehr hoch. Die Trendsportart ist also eng mit Tennis verwandt und bietet den Spielenden einige Vorteile.
Welche Vorteile genau?
Der Padel-Sport ist für viele Menschen leichter zugänglich als klassisches Tennis. Die Laufwege sind kürzer, was insbesondere Senioren guttun kann. Die Sportart eignet sich besonders für Familien, da Jung und Alt problemlos gemeinsam spielen können. Das liegt daran, dass beim Padel keine hohe Leistungsklasse erforderlich ist und auch keine Trainerstunden im Voraus nötig sind. Alle können spielen und das macht besonders Spaß!
Wir erhoffen uns, dass die Padel-Plätze zu einem sozialen Treffpunkt in Dröper werden und auch Menschen mit Behinderung einen einfacheren Zugang zum Tennissport bekommen.
Die Plätze wurden mit Unterstützung der LEADER-Förderung realisiert. Wie haben Sie den Förderungsprozess erlebt?
Als wir uns für die Padel-Felder entschieden, haben wir nach einer Finanzierungsmöglichkeit gesucht. Durch verschiedene Hinweise aus Politik und Öffentlichkeit sind wir schließlich auf die LEADER-Förderung aufmerksam geworden. Wir standen im Austausch mit dem Regionalmanagement, das uns bei den Anträgen hilfreich zur Seite stand und uns unterstützt hat. Es war also insgesamt ein unkomplizierter Prozess. Und, das muss man so deutlich sagen, ohne LEADER hätten wir die Plätze nicht so auf die Beine stellen können.
Welche Wirkung erhoffen Sie sich von den neuen Plätzen für Ihren Verein und Ort?
Wir wollen mit dem Angebot eine weitere Zukunftsperspektive für unseren Tennisclub eröffnen. Damit ziehen wir neue Mitglieder an und können auch Menschen, die bisher wenig Berührung mit dem Tennissport hatten, eine neue Bewegungsmöglichkeit bieten. Die Padelcourts sind auch eine der ersten ihrer Art in der gesamten Region. Damit wird Dröper um einen attraktiven Freizeit- und Treffpunkt bereichert. So ist es eine Win-Win-Situation für unseren Verein und für den Ort.
Wann können sich alle in Georgsmarienhütte auf die neuen Plätze freuen?
Aktuell sind die Vorarbeiten erledigt und es stehen die weiteren Tiefbauarbeiten und dann die Fertigstellung der Plätze an.
Der starke Winter und die vielen Regentage in den vergangenen Wochen haben den Zeitplan etwas verschoben.
Die Plätze werden nicht Anfang Mai, aber sicherlich bis Anfang Juni fertiggestellt sein. Wir freuen uns, dass das erste Spiel voraussichtlich Anfang Juni gespielt werden kann. Ab dann stehen die Plätze zur freien Buchung allen Interessierten zur Verfügung.